B.6
Störungsbilder

Angst- und Zwangsstörungen

Unter dem Begriff „Angststörungen“ werden psychische Störungen zusammengefasst, deren gemeinsamer Nenner die manifest erlebte dysfunktionale Angst ist. Neben dieser Gemeinsamkeit unterscheiden sich die einzelnen Störungsbilder sowohl aus der Perspektive der klassifikatorisch-deskriptiven Diagnostik wie auch hinsichtlich ihrer Psychodynamik und Funktionsweise.

Zwangsstörungen sind durch Zwänge geprägte Funktionsstörungen, die sich auf höherem Strukturniveau entwickeln, aber auch im Kontext struktureller Störungen auftreten können. Im Bereich der Zwangsstörungen werden phänomenologisch ganz unterschiedliche Störungsbilder beschrieben.

Als Psychotherapeut:innen interessieren uns neben der Klassifikation besonders die unterschiedlichen Funktionsweisen von Angst- und Zwangsstörungen, da diese für die Wahl des geeigneten therapeutischen Vorgehens ausschlaggebend sind. Ein Fokus liegt dabei auf der im stationären Setting häufigen Kombination von psychoanalytisch orientierten mit anderen Therapieverfahren (etwa verhaltenstherapeutisch orientiertes Expositionstraining, körperorientierte Verfahren).

Lernziele

  • Die Teilnehmenden kennen die unterschiedlichen Störungsbilder und Ätiologiemodelle der Angst- und Zwangsstörungen aus psychodynamischer Perspektive.
  • Sie erhöhen ihre Kompetenz hinsichtlich Differentialdiagnostik und leitlinienorientierter Therapie bei unterschiedlichen Angst- und Zwangsstörungen und können je nach Indikation unterschiedliche Therapieansätze integrieren.