In diesem Kurs werden unipolare Depression, Manie und die bipolare Störung behandelt. Insbesondere depressive Patient:innen bilden einen grossen Anteil der Klientel in der ambulanten Praxis und in störungsspezifischen institutionellen Angeboten. Neben den klassischen triebtheoretischen Sichtweisen wurden bis heute eine Vielzahl weiterer Erklärungsmodelle wie selbst- und objektbeziehungstheoretische Ansätze und Beiträge zur Affekttheorie entwickelt. Die theoretischen und klinischen Aspekte werden mit Blick auf Indikation, Differentialindikation und die praktische Durchführung psychodynamischer Psychotherapien dargestellt. Die Haltung der Therapeut:innen, der Umgang mit spezifischen Formen der Gegenübertragung und Behandlungsformen mit niedriger, mittlerer und hoher Sitzungsfrequenz werden definiert und beschrieben. Gearbeitet wird anhand klinischer Beispiele, wobei die jeweiligen Erfahrungen der Teilnehmenden besondere Aufmerksamkeit erhalten. Ein Fokus des Kurses wird auf der Differentialdiagnostik und Behandlung von älteren Menschen mit affektiven Störungen liegen.
Lernziele
- Die Teilnehmenden setzen sich aus psychoanalytischer Perspektive mit affektiven Störungen auseinander. Neurobiologische, psychologische und soziale Aspekte werden mitberücksichtigt.
- Sie vertiefen ihre Kompetenz hinsichtlich evidenzbasierter und leitlinienorientierter Ansätze bei der Behandlung von affektiven Störungen in stationären, teilstationären und ambulanten Settings.
- Sie erwerben gerontopsychologisches Grundlagenwissen bezüglich Differentialdiagnostik und Behandlung von älteren Menschen mit affektiven Störungen.