Die vergleichende Psychotherapieforschung interessiert sich für Wirkmechanismen, die über die verschiedenen Therapieschulen hinweg wirken. Dabei gilt seit längerem die therapeutische Bezie-hung, nebst Patient:innen- und Therapeut:innen-Variablen, als entscheidender relevanter Wirkfak-tor. Unterschieden wird zwischen Outcome- und Prozessforschung. Die Outcomeforschung prüft die allgemeine Wirksamkeit (Ergebnis), die Prozessforschung analysiert die Vorgänge innerhalb der Therapie (Wirkweise).
In diesem forschungsorientierten Kurs werden neben den unspezifischen Faktoren dann auch die mit den verschiedenen Therapierichtungen verbundenen spezifischen Wirkfaktoren vorgestellt. Schliesslich sollen auch verschiedene Forschungsparadigmen (RCT-Design, naturalistische Studien, Einzelfallstudien und Langzeituntersuchungen) vorgestellt und im Hinblick auf ihren Nutzen und ihre Nachteile kritisch diskutiert werden.
Lernziele
- Die Teilnehmenden verfügen über Grundkenntnisse der Wirkfaktoren anderer Therapieformen.
- Sie kennen die Unterschiede von spezifischen und unspezifischen psychotherapeutischen Wirkfaktoren.
- Sie kennen die Unterscheidung von Outcome- und Prozessforschung.
- Sie wissen um die verschiedenen Forschungsparadigmen und verfügen über ein Grundwissen der jeweiligen Vor- und Nachteile.