Im Erstgespräch werden erste relevante Informationen zu Diagnostik und Indikation, psychosozialer Situation und Motivation von Patient:innen erhoben. Es ist der Beginn einer Arbeitsbeziehung, die neben der Erhebung objektiver Informationen auch szenische Darstellungen sowie Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse mit einbezieht. Die Gesamtheit dieser Informationen ermöglicht ein psychodynamisches Verständnis des Gegenübers, seiner unbewussten Konflikte, seiner Beziehungs- und Affektregulierung und seines Leidens.
Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen fokussiert der Kurs auf die Erfahrungen der Teilnehmenden in ihrem klinischen Alltag. Ausgangspunkt des Kurses sind Aufnahmen von Erstgesprächen, die die Kursteilnehmenden mitbringen. Begleitend werden verschiedene Ansätze strukturierter und halbstrukturierter Formen für Erstgespräche behandelt.
Lernziele
- Die Teilnehmenden erwerben spezifisch psychoanalytische Kompetenzen im Führen von Erstgesprächen in stationären, teilstationären und ambulanten Settings und kennen auch entsprechende Perspektiven anderer Therapierichtungen.
- Sie erweitern und vertiefen ihre kommunikativen Kompetenzen hinsichtlich der Gesprächsführung sowie der Integration der verschiedenen Erkenntnisse aus multiprofessionellen Teams.