Eine sorgfältige Diagnostik bildet die Grundlage für die Indikation und die Planung einer psychotherapeutischen Behandlung. Gerade in einem klinisch-stationären Setting, in dem die Behandlung in der Regel in einem eng begrenzten zeitlichen Rahmen stattfindet, ist eine möglichst klare Vorstellung, was im Rahmen dieser Behandlungsetappe möglich und sinnvoll ist, besonders wichtig.
Während die psychiatrische Diagnostik vorwiegend die Erfassung und Beschreibung von Symptomen in den Mittelpunkt stellt, werden in der psychodynamischen Diagnostik weitere Aspekte berücksichtigt, die für eine psychoanalytische Indikation und Therapieplanung unerlässlich sind. Mit der differenzierten Berücksichtigung von Übertragung/Gegenübertragung, Konflikt- und Strukturmerkmalen verfügt die psychodynamische Diagnostik über ein entsprechendes Instrumentarium. Im Zentrum des Kurses steht eine Einführung in die "Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik" (OPD), ein multiaxiales Diagnostiksystem, das sich im klinischen Bereich etabliert hat und durch zahlreiche empirische Studien validiert wurde.
Lernziele
- Die Teilnehmenden erwerben und vertiefen ihre Kompetenzen in der psychodynamisch-diagnostischen Urteilsfähigkeit.
- Sie verfügen über Grundkenntnisse der "Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD)".